Galapagos - Reise ins Paradies


"Wir alle, die wir nach Galápagos aufbrechen, nehmen ein Stück Verantwortung mit. Die Verantwortung, nicht nur zu genießen, sondern auch zu begreifen, dass wir ein Stück der Natur sind, wie sie ein Stück von uns ist. Natur zerstören, heißt uns Stückchen um Stückchen selbst zu zerstören."
− Ruth Johannboecke

Galapagos-Inseln

Die Galápagosinseln bekannt als die "Arche Noah im Pazifik", liegen 900 km westlich der ecuadorianischen Küste und bilden ein Archipel von 120 Inseln, davon 13 größeren und 6 kleineren, sowie den aus dem Wasser ragenden Felsbrocken, die man als Mini-Vulkaninseln bezeichnen kann. Die Inseln sind die Spitzen von Schildvulkanen. Ihre gesamte Landfläche beträgt 7.822 qkm.

Sie wurden insbesondere durch Charles Darwin bekannt, dessen Evolutionstheorie dort eine Reihe von Denkanstößen erhielt. Darwin verkündete als Erster, dass sich Lebewesen im Laufe der Zeit verändern und so neue Arten entstehen. Er erkannte dies beim Studium der nach ihm benannten Darwin-Finken, 13 sich ähnelnden Finkenarten, die wahrscheinlich von einem einzigen Urahn abstammen.

Heute bieten die Galapagosinseln ein ideales Freilandlabor zur Beobachtung der Evolution sowie ein einmaliges Erlebnis der nur hier vorkommenden Tier- und Pflanzenarten (endemisch), weiterhin bietet das Meeresgebiet rund um die Inseln einen großen Fischreichtum.

Im Gegensatz zu "kontinentalen Inseln" bestand zwischen den Galápagos-Inseln und dem Festland nie eine Verbindung – deshalb spricht man von einem "ozeanischen Ursprung", denn sie "wachsen" vom Meeresboden aus großer Tiefe bis zur Meeresoberfläche und darüber hinaus!
Galápagos ist die altspanische Bezeichnung für eine bestimmte Art von Sattel. Somit nannten die spanischen Entdecker die Schildkröten mit dem hochgewölbten Panzer Galápagos, eine Bezeichnung, die später zum Namen der Inseln wurde. Leider wurde dem Wappentier von Galápagos von den Menschen übel mitgespielt. Von den ursprünglich 14 Unterarten haben drei Arten die letzten Jahrhunderte nicht überlebt.

Galapagos Inseln Galapagos Insel Galapagos Inseln Galapagos Inseln

Tierwelt auf Galapagos

Die Tierwelt der Galápagos-Inseln ist einzigartig. Hier leben Arten, die nirgendwo sonst vorkommen oder sich im Laufe von Jahrmillionen anders entwickelt haben, als ihre Verwandten auf dem Festland. Für die meisten Besucher hinterlässt das Beobachten der Tierwelt einen unauslöschlichen Eindruck. Die Möglichkeit, frei lebende Tiere aus nächster Nähe beobachten zu können, erinnert an das Paradies. Da sich die verschiedenen Tierarten ohne Kontakt zu den Menschen über Jahrtausende entwickelten, betrachten sie diese beim ersten Zusammentreffen mit geringer Neugier.

So können Sie aus nächster Nähe an Sandstränden oder flachen Lava-Küsten Kolonien von Seelöwen beobachten. Die Bullen, die bis zu 300 kg schwer werden, müssen in der Paarungszeit in ständigen Kämpfen ihr Revier gegen Eindringlinge verteidigen. Daneben befinden sich die säugenden Mütter und die verspielten Kleinen, die von jedem sofort ins Herz geschlossen werden. Im Schatten von Lavafelsen halten sich die Galápagos-Seebären auf. Im Küstenbereich bedecken oft hunderte von prähistorisch anmutenden Reptilien (Meerechsen) die schwarze Lava. Darwin taufte sie wegen ihres drachenartigen Aussehens als "Kobolde der Dunkelheit". Fernab vom Kontinent haben sie sich zu vorzüglichen Tauchern entwickelt und äsen den Meeresboden nach Nahrung (Algen) ab.

Die Landleguane dagegen werden bis zu 1,3 m lang und werden wegen ihres urtümlichen Aussehens auch Drusenköpfe genannt. Sie ernähren sich von Kakteen und anderen Pflanzen in der Trockenzone. Dagegen ernähren sich die kleinen flinken Lavaechsen von Insekten. Bei den Riesenschildkröten mit bis zu 350 kg Gewicht und bis zu 200 Jahre alt, variiert die Panzerform je nach Lebensraum. Sehr gut kann man sie im Hochland von Santa Cruz beobachten.

Galapagos Schildkröte Galapagos Land-Leguan Galapagos Klippen-Krabbe Galapagos Seelöwe

Vogelwelt auf Galapagos

Insgesamt nisten 19 verschiedene Seevogel-Arten auf den Galápagos-Inseln. Als elegante Flieger prägen sich dem Besucher vor allem die Fregattvögel ein sowie die im Sturzflug tauchenden Braunpelikane und Tölpel. Amüsant ist es, den bei der Balz tanzenden Blaufußtölpeln zuzusehen oder das Schnabelwetzen der Albatrosse zu beobachten. Rotschnabel-Tropikvögel hört man bei der Balz laute Rufen ausstoßen, wenn sie im eleganten Flug vorbeiziehen.

Zu einer ungewöhnlichen Art hat sich der Galápagos- Kormoran entwickelt, der auf Grund des großen Fischvorrates das Fliegen verlernt hat oder die Gabelschwanzmöwe, die nachts ihre Beute jagt. Galápagos-Pinguine, die eigentlich in die antarktischen Gewässer gehören, sind durch den Humboldtstrom bis zu den Galápagos-Inseln vorgedrungen. Mann kann sie über und unter Wasser beobachten. Aus nächster Nähe kann man auch den eleganten Galápagos Bussard beobachten, sowie die neugierigen furchtlosen Spottdrosseln, die alles inspizieren. Im Hochland von Santa Cruz ist der knallrot gefärbte Rubintyrann, der sich von den grünen Scalesiawäldern abhebt, ein Augenschmaus. Nicht zu vergessen sind die 13 verschiedenen Finkenarten, die Charles Darwin den Anstoß zu seiner Evolutionstheorie gaben. Auf den Inseln Floreana und Rabida leben die anmutigen rosafarbenen Flamingos, die in kleinen Gruppen zu beobachten sind.

Fassen wir zusammen: rund 30 Arten unterschiedlicher Zugvögel nutzen die Inselwelt als saisonales Quartier; 60 Arten sind auf den Inseln heimisch, wovon 28 endemisch sind.

Galapagos Fregatt-Vögel Galapagos Bussard Galapagos Tölpel Galapagos Pinguin

Pflanzenwelt: Wüste und Urwald

Auf Galápagos findet man 600 verschiedene Pflanzenarten vor. Auf kleinstem Raum kann man beobachten, wie sich entsprechend der Niederschlagsmenge und der Höhe unterschiedliche Lebensräume von Pflanzen ausgebildet haben. Man unterscheidet die Küstenzone, die von den Mangroven eingenommen wird, die Trockenzone, eine Halbwüste aus Kakteen wie den bis zu 12m hohen Opuntien und den Lavakakteen auf Lavafeldern. Als Transitionszone bezeichnet man bereits immergrüne Pflanzen bis auf 200 m Höhe. Oft sind die Bäume mit Epiphyten und Bartflechten bewachsen. Bis ca. 400 m Höhenlage zieht sich die Scalesia-Zone mit Bäumen, die bis zu 15 m hoch werden. Daran schließt sich die Miconia-Zone mit bis zu 4 m hohen Strauchgewächsen an, die ein undurchdringliches Dickicht bilden. Oberhalb schließt sich die Pampazone an, wo nur Gräser und Kräuter wachsen.

Galapagos Pflanzen Galapagos Pflanzen Galapagos Pflanzen Galapagos Pflanzen

Strand und Meerestiere, Unterwasserwelt

Die Roten Klippenkrabben, die sich leuchtend von der schwarzen Lava abheben, leben am Wasserrand und ernähren sich vorwiegend von Algen. Ab und zu kann man auch die flinken rosaroten Geisterkrabben sehen. Obwohl wegen der jahreszeitlich bedingten kalten Meeresströmungen (Temperaturen zwischen 18 und 26 Grad C) keine Korallen gibt, ist die Unterwasserfauna von Galápagos ein reiner Schmelztiegel, da sich hier insgesamt rund 300 verschieden Arten zwischen Kaltwasser-Formen und tropischen Formen aufhalten, darunter viele Haie. Galápagos-Haie, Weißspitzenhaie und Hammerhaie begleiten in der Regel den Taucher wie auch der riesige Walhai, der bis zu 14 m lang wird. Außerdem kann man Grüne Meeresschildkröten und Adlerrochen beobachten. Bei Kreuzfahrten kann man mit etwas Glück Wale und Delfine beobachten.

Galapagos Krabbe Galapagos Seehunde Galapagos Fisch Galapagos Haie

Geologie, Vulkanismus auf Galapagos

Galápagos "wächst" geologisch auf der unterseeischen Bruchzone zweier Kontinentalplatten: der von Cocos im Norden und der von Nazca im Süden. Warum die alten erloschenen Vulkane im Osten und die noch aktiven bzw. die noch entstehenden im Westen liegen, erklärt möglicherweise die Theorie der "Hot-Spots". Die Nazca-Platte, auf der die Inseln liegen, driftet seit ca. 25 Millionen Jahren mit einer "Geschwindigkeit" von 5 – 7 cm/ Jahr auf die kontinentale Platte von Südamerika zu; dabei wandert sie über den Galápagos hot-spot hinweg und nimmt in ihrer Bewegungsrichtung die im Hot-spot entstandenen Vulkane aus deren Einflussbereich heraus. Infolge von Brandungserosion und nach durchlaufen verschiedener Erosionsstadien wandern diese zusammen mit der Platte allmählich wieder in tieferes Wasser ab – man spricht davon, dass die Inseln "ertrinken". Die aktiven Vulkane auf Galápagos (wie auch die auf Hawaii) gehören zum Typ der Schildvulkane. Vom Meeresboden aus gemessen zählen diese Vulkane zu den höchsten Bergen der Welt! Ein Großteil dieser Vulkane besitzen den typischen "Caldera" (span. = Kessel) im Gipfelbereich. Der gegenwärtige Vulkanismus konzentriert sich auf die westlich gelegenen, relativ "jungen" Inseln Isabela und Fernandina (ca. 500.000 – 600.000 Jahre), die zusammengenommen als eines der vulkanisch aktivsten Gebiete der Welt gelten. Sie liegen zurzeit direkt über dem Hot-Spot und sind durch ihre mächtigen Schildvulkane weithin sichtbar. Auf der Insel Fernandina brach deren Vulkan Cumbre zuletzt im Mai 2005 aus.

Galapagos Bartholome Galapagos Vulkan Galapagos Vulkankegel Galapagos Vulkane

Nationalpark Galápagos

1959 wurde Galápagos zum Nationalpark erklärt und man leitete unverzüglich Maßnahmen zur Rettung der gefährdeten Flora und Fauna ein. Hier arbeiten die Charles-Darwinstation in Puerto Ayora auf Santa Cruz und die ecuadorianische Nationalparkbehörde eng zusammen. Unter anderem züchtet man Riesenschildkröten und Landleguane. 1968 waren 97% der Landfläche unter Schutz des Nationalparks gestellt. Seit 1978 stehen die Inseln auf der UNESCO-Liste des Weltnaturerbes. 1996 kam es zur Ausrufung des Marine-Reservats Galápagos durch das Instituto Ecuatoriano Forestal de Areas Naturales y Vida Silvestre. 1998 wurde der Schutz des Marine-Reservats Galápagos durch den Nationalpark Galápagos gesetzlich verankert. 2001 wurde das Weltnaturerbegebiet um das Marine-Reservat erweitert. Seit 2007 wird das Naturerbe von der UNESCO als gefährdet eingestuft und auf der roten Liste geführt.

Galapagos Nationalpark Galapagos Nationalpark Galapagos Nationalpark Galapagos Nationalpark

Tourismus: Segen oder Fluch

Als der Mensch nach Galápagos kam, wurden Riesenschildkröten dezimiert; später richteten verwilderte Haustiere wie Tiere, Esel, Schweine, Hunde, Katzen und Ratten Schaden an. Inzwischen konnte die Nationalparkbehörde diese Tiere wieder von verschiedenen Inseln ausrotten. Nicht weniger schädlich sind die eingeführten Nutzpflanzen wie Guaven, Kaffee, Zitrusgewächse und Bananen. Sie überwuchern weite Flächen und verdrängen die einheimischen Arten.

Ein uneingeschränkter Tourismus ist eines der größten Probleme. Die Nationalpark-Vorschriften helfen, den Besucherstrom zu lenken und die Schäden so gering wie möglich zu halten. Schiffe dürfen nur eine bestimmte Anzahl von Passagieren aufnehmen und die Gruppengrößen dürfen nicht mehr als 16 Teilnehmer haben. Außerdem dürfen nur autorisierte Naturführer führen. Auf der anderen Seite ist der Tourismus für den Nationalpark sehr wichtig, da er Devisen bringt. In der Regel werden nur dann Naturschutzgebiete und Nationalparks respektiert und erhalten, wenn sie Geld für die Bevölkerung bringen. Mit Ihrem Besuch auf Galápagos tragen Sie dazu bei (Eintritt), dass Sie der einheimischen Bevölkerung eine Einnahmequelle bieten und dass der Park geschützt wird.

Galapagos Tourismus Galapagos Tourismus Galapagos Tourismus Galapagos Tourismus

Kontakt

Galapagos Discover
Sommer Fernreisen GmbH
Nelkenstraße 10
94094 Rotthalmünster

Tel. 08533-919161
Fax. 08533-919162

E-Mail: sommerfern@t-online.de

Anbieterkennzeichnung

Sommer Fernreisen GmbH
Nelkenstraße 10
94094 Rotthalmünster
Tel. 08533-919161
Fax. 08533-919162
E-Mail: sommerfern@t-online.de
Handelsregister: Amtsgericht Passau
Registernummer HRB 660
Umsatzsteuer-ID DE 130 960 557
Vertretungsberechtigter Geschäftsführer: Ralph Sommer
Inhaltlich-Verantwortlicher gemäß § 10 Absatz 3 MDStV: Ralph Sommer

Bildhinweise

Bitte respektieren Sie das entsprechende Urheberrecht - insbesondere hinsichtlich der Texte von Ralph Sommer sowie den Fotos von Ecuador-Discover (Ralph Sommer), dem Naturführer Jose Hurtado & von Metropolitan Touring.

Umsetzung & Hosting

Design und Umsetzung erfolgte durch Netprofit Webseitenoptimierung.
Der Webserver wird im Übrigen mit aus CO2-neutral gewonnener Energie betrieben.

Empfehlungen

Mehr über Galapagos etwa aktuell in der Zeit.